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Leicas D-Lux, ursprünglich eher als die etwas potentere unter den digitalen Kompaktkameras ausgelegt, wird langsam erwachsen. Leica positioniert die D-Lux 4 als eine Art kompakte Systemkamera und versieht sie mit diversem Zubehör wie einem separaten Handgriff, einem optischen Aufstecksucher und einem Blitzgerät, für den die Kleine einen richtigen Blitzschuh erhielt. Erwachsener wurde auch das Objektiv, das zugunsten einer für Kompaktkamera-Verhältnisse sehr hohen Lichtstärke mit einem eher engen Brennweitenbereich von umgerechnet 24 bis 60 Millimeter auskommen muss. (...) Aber genau das Objektiv ist es auch, das die D-Lux 4 von Nummer 3 stark unterscheidet, denn mit seinem eingeschränkten Brennweitenbereich von umgerechnet 24 bis 60 Millimeter ist das DC Vario Summicron 1:2,0–2,8/5,1–12,8 mm Segen und Fluch zugleich. Segen, weil sich ein starkes 24er Weitwinkel mit hoher Lichtstärke sonst nirgends bei einer digitalen Kompaktkamera findet; Fluch, weil 60 Millimeter noch nicht einmal ein passables Porträt-Tele abgeben und damit die Einsatzmöglichkeiten der Kamera von vornherein limitiert sind. (...)
Schon das Vorgängermodell C-Lux 2 konzentrierte sich auf automatisierte Funktionalität und gestattete weder manuelle Belichtungssteuerung noch Scharfeinstellung. Die C-Lux 3 treibt das Konzept auf die Spitze, weil sie nach dem Einschalten zunächst immer im Schnappschussmodus landet, in dem die Kamera selbst entscheidet, welches Belichtungsprogramm und welche Empfindlichkeit sie nutzt. Über ein „Quick Menu“ lassen sich auf die Schnelle nur die Verfolgung bewegter Objekte durch den Autofokus, die Auflösung, der Serienbildmodus und die Beleuchtung des LCD-Panels verstellen, dazu kommen eigene Tasten für den Selbstauslöser und das schnelle Deaktivieren des Blitzgeräts. Im Menü lässt sich immerhin noch der Farbmodus verstellen, wobei nach unseren Erfahrungen „natürlich“ noch die beste Abstimmung bietet. Erst wenn man über das leicht verständliche Menü die Kamera auf Programmautomatik umschaltet, gewinnt man mehr Einfluss und kann beispielsweise die ISO-Automatik steuern oder ganz ausschalten, den Weißabgleich oder die Autofokus-Messmethode wählen und den Bildstabilisator ausschalten.